Förderung

Die Stiftung COMÚN versteht sich als Kapitalbasis für gesellschaftlichen Wandel. Dazu gehört auch die Bereitstellung von ökonomischem Kapital, also die finanzielle Unterstützung von Personen, Initiativen und Institutionen. Dazu wurde mit dem Stiftungsfonds ein eigenes Instrument geschaffen. Gemäß dem Prinzip der Bürgerstiftung, an dem COMÚN sich orientiert, entscheiden unabhängige Themenbeiräte, wofür die Mittel eingesetzt werden.

Themenbeiräte

Themenbeiräte

Bei der Vergabe von Förderungen stützt sich der Vorstand auf Empfehlungen von Themenbeiräten. Diese werden jeweils für ein Arbeitsjahr ernannt und können auch Personen umfassen, die nicht Mitglied des Stiftungsbeirats sind. Für 2024 wurden folgende Menschen in Themenbeiräte bestellt: 

Barbara Prainsack, Birgit Hebein, Julya Rabinowich, Arne Semsrott, Magdalena Baran-Szołtys, Matthias Schickhofer, Smilla Buschbom, Lisa Sinowatz, Andrea Czak, Natascha Strobl, Beatrice Frasl und Anna Pattermann.

Procedere

Procedere

Um bei COMÚN als Initiative bzw. Institution um eine Förderung, oder als Person in einer Notlage um eine finanzielle Unterstützung anzusuchen, braucht es lediglich ein formloses Mail an [email protected]. Wir wollen Ansuchenden so wenige Hürden wie möglich in den Weg legen, allerdings benötigen wir eine kurze Beschreibung des Vorhabens oder der Ausgangssituation. Um offene Fragen zu klären, wird sich zeitnah nach dem Ansuchen jemand von COMÚN melden.

Gefördert

Gefördert

COMÚN unterstützt eine Reihe von Initiativen & Institutionen sowie hunderte Familien im In- und Ausland. Die extremen Preissteigerungen zuletzt haben dazu geführt, dass sich immer mehr Menschen in akuten finanziellen Notlagen befinden. Denn das soziale Netz hat auch in Österreich Löcher und einmal in der Armutsspirale gefangen, ist es kaum mehr möglich ohne Hilfe wieder sicher leben zu können. Mit unserem Stiftungsfonds helfen wir Menschen schnell und unbürokratisch, die sich auf keine anderen Hilfsleistungen stützen können.

Von COMÚN geförderte Initiativen & Institutionen:

Die Stiftung COMÚN fördert Aktivitäten in den Bereichen Soziales, Ökologie und Demokratie, im Nachfolgenden eine Auswahl:

Förderung für das Hochmoor

Im Norden des Waldviertels befindet sich ein 1.190.000 Quadratmeter großer Naturschatz – der Naturpark Hochmoor Schrems mitsamt dem Bildungszentrum UnterWasserReich. Die stark gestiegenen Kosten haben dem Naturpark zuletzt stark zugesetzt. Die Stiftung COMÚN hat daher den „Förderkreis Hochmoor Schrems“ ins Leben gerufen, finanzielle Unterstützung gesammelt und bereitgestellt und damit eine Aufstockung der Mittel um 20 Prozent erreicht.

Ermöglichung des Wasserballs

Die NGO Viva con Agua Österreich setzt sich für sicheren Trinkwasserzugang für alle Menschen weltweit ein. Mit dem „Wasserball“ sensibilisiert sie für die Wichtigkeit des Elements und finanziert durch die Erlöse ihre internationale Projektarbeit. Am 13.5.2023 fand er erstmals in der Ottakringer Brauerei statt, die Stiftung COMÚN unterstützte seine Realisierung durch den Einsatz von sozialem und kulturellem Kapital.

Unterstützung für das Archiv

Gegründet nach der Befreiung Österreichs als überparteilicher Zusammenschluss der WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus, vereint der KZ-Verband/VdA heute die letzten noch lebenden WiderstandskämpferInnen, Opfer und deren Hinterbliebene sowie die jüngeren Generationen von AntifaschistInnen. Zum 75-jährigen Bestehen baut der KZ-Verband das „Archiv gegen das Vergessen“ auf, COMÚN unterstützte das finanziell.

Hilfe für Tiere in Not

An 365 Tagen im Jahr ist der Verein über eine Notfallhotline erreichbar und im Dienste der Tiere im Einsatz. Von Ehrenamtlichen werden so unbürokratisch und schnell Fragen zum Umgang mit Wildtieren beantwortet und Tiere behandelt, die medizinische Versorgung benötigen. Der Verein ist im gesamten Waldviertel aktiv und bietet seine Hilfe kostenfrei an. Die Stiftung COMÚN unterstützte über einen finanziellen Zuschuss.

Unterstützung für Flüchtende

Wenn Flüchtende an Grenzen widerrechtlich zurückgewiesen werden, dann spricht man von illegalen Push-Backs. Doch wie kommen diese Menschen zu ihrem Recht, an wen können sie sich wenden? Dafür wurde Push-Back Alarm Austria gegründet, die eine mehrsprachige Info-Hotline betreiben, mit Behörden sprechen und juristische Beratung und Unterstützung bieten. Die Stiftung COMÚN unterstützte das mit einem finanziellen Zuschuss.

Förderung der Demokratie

Nicht erst seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 ist vielen Menschen in Europa bewusst geworden, wie fragil unsere Demokratie ist. Der ukrainische Community-Verein „Unlimited Democracy“ widmet sich bereits seit Jahren der Stärkung demokratischer Werte und der Selbstermächtigung von geflüchteten Menschen aus der Ukraine. Die Stiftung COMÚN unterstützt durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten und finanzielle Mittel.

Islamfeindlichkeit bekämpfen

Die „Dokustelle Österreich“ beschäftigt sich mit Islamfeindlichkeit und antimuslimischem Rassismus. Sie ist eine Dokumentations- und Beratungsstelle für Personen, die Islamfeindlichkeit und antimuslimischen Rassismus erfahren haben. Die Stiftung COMÚN unterstützte diese Einrichtung mit einem finanziellen Zuschuss.

Schnelle Hilfe für die Ukraine

Die St. Barbara-Kirche im Herzen von Wien ist nicht nur ein kulturelles Zentrum der ukrainischen Gemeinschaft, sondern hat seit dem russischen Überfall im Februar 2022 auch die Hilfe für Menschen in der Ukraine organisiert und koordiniert. Die Stiftung COMÚN hat in Zusammenarbeit mit der Kirche nicht nur erhebliche finanzielle Mittel, sondern auch große Mengen an Sachspenden gesammelt und bereitgestellt.

Zuschuss für medizinische Güter

Die Österreichische Albert Schweitzer-Gesellschaft wirkt seit dem Jahr 1984 über die Grenzen von Österreich hinaus, insbesondere im Bereich der medizinischen Versorgung. Als Reaktion auf den russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022, sammelte die ÖASG für den Erwerb und die Auslieferung von medizinischen Güter in ukrainische Kriegsgebiete. Die Stiftung COMÚN unterstütze die Sammlung mit einem finanziellen Zuschuss.

Ein Gnadenhof für Tiere

Was passiert mit Tieren, nachdem sie ihre „Funktion“ in der Landwirtschaft erfüllt haben? In einem besonderen Gnadenhof im östlichen Niederösterreich widmet sich der Verein „Rette (d)ein Huhn“ der Versorgung von Hühnern, die vor der Schlachtung bewahrt wurden. Auch als „Kampfhähne“ missbrauchte Tiere werden versorgt. Die Stiftung COMÚN unterstützte diese wichtige Arbeit mit einem finanziellen Zuschuss.